Hangbewegungen im Gebiet Tannenbergstrasse - Update vom 10.04.2026, 12.00 Uhr
Update: 10. April 2026, 12:00 Uhr
Aufgrund der aktuellen Witterung hat sich die Situation weiter beruhigt. Der Gemeindeführungsstab verfolgt die Lage jedoch in enger Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, der Zivilschutzorganisation Emme und dem zuständigen Geologen weiterhin in sehr regelmässigen Abständen. Besonders bei Änderungen der Witterung wird die Situation neu beurteilt.
Die Bevölkerung wird weiterhin gebeten, das betroffene Gebiet nicht aufzusuchen und die angeordneten Fahr- und Fusswegverbote konsequent zu beachten.
Update: 08. April 2026, 17:00 Uhr
Die aktuelle Lage im betroffenen Gebiet präsentiert sich weiterhin relativ stabil. Nach den jüngsten Beurteilungen durch die Geologen konnten bis zum nächsthöheren Nagelfluh-Felsband keine neuen Anrisse oder abgerutschten Flächen festgestellt werden. Auch bestehen derzeit keine zusätzlichen Hinweise auf verstärkte Rutschaktivitäten oder Hangverformungen.
Begünstigt durch die ruhigere Wetterlage der vergangenen Tage zeigen sich die bekannten Anzeichen – wie vereinzelte schräggestellte Bäume oder lokale Ablagerungen – unverändert. Auffällige neue Entwicklungen, insbesondere aussergewöhnliche Wasseraustritte oder frische Steinschlagaktivitäten, wurden nicht beobachtet.
Die installierten GPS-Messstationen weisen über die Osterfeiertage hinweg nahezu keine Bewegungen mehr auf. Auch die einsetzende Schneeschmelze auf der Rigi zeigt aktuell noch keinen messbaren Einfluss auf die Rutschmasse.
Mittels Computer-Modellierungen wurden verschiedene Szenarien – darunter Trocken- und Nassrutschungen sowie mögliche Sturzprozesse – analysiert. Die definierte rote Gefahrenzone bleibt in ihrer Ausdehnung unverändert.
Im Bereich der Zingelistrasse wurde der Gefahrenperimeter für Sturzprozesse vorsorglich erweitert. Anlass dafür war ein einzelner Sturzstein, der oberhalb der Strasse durch einen Obstbaum gestoppt wurde. In der Folge wurden Stahlpalisaden installiert, um die betroffenen Bereiche zusätzlich zu sichern.
Aufgrund dieser neuen Erkenntnisse wurde die Evakuationsplanung punktuell erweitert. Einzelne Liegenschaften im Gebiet Zingeli wurden neu in die Vorsorgemassnahmen einbezogen. Die betroffenen Bewohnenden sind entsprechend informiert worden.
Nach wie vor wird die Bevölkerung gebeten, das betroffene Gebiet nicht aufzusuchen und die angeordneten Fahr- und Fusswegverbote konsequent zu beachten.
Update: 02. April 2026, 17:00 Uhr
Der Gemeindeführungsstab hat die aktuelle Lage am Donnerstagvormittag, 02. April 2026 erneut eingehend analysiert.
Befunde
Nach rein visuellen Kriterien konnten im untersuchten Gebiet bis zum nächsthöheren Nagelfluh-Felsband keine weiteren Anrisse oder abgerutschte Flächen festgestellt werden. Auch gibt es aktuell keine weiteren als bis heute bekannten indikative Hinweise auf verstärkte Rutschaktivitäten oder Hangverformungen wie schräggestellte oder umgefallene Bäume, versteilte Hangpartien, abgelagerter frischer Sekundärstein- und Blockschlag oder aussergewöhnliche Wasseraustritte im Fussbereich der Nagelfluhfelswände. Dennoch gilt es zu beachten, dass das Gefahrengebiet nach wie vor «in Bewegung» ist.
Monitoring und weitere Massnahmen:
Zur Kontrolle einer möglichen seitlichen sowie hangaufwärts gerichteten Ausdehnung des Rutschgebietes sind folgende Massnahmen vorgesehen:
- Auswertung von LiDAR-Bildserien (mit beschränkter Anzahl Folgeflüge mit Drohnen)
- Weitere Begehungen mit visueller Beurteilung
- Kontrolle und permanente Aktualisierung der bestehenden GPS-Daten.
Über die Ostertage wird mit einer Wetterberuhigung gerechnet. Aufgrund dieser Entwicklung sieht der Gemeindeführungsstab aktuell davon ab, weitere verschärfte Massnahmen anzuordnen. Die Fachleute sind jedoch zusammen mit dem Führungsstab an der Arbeit, sich auf verschiedene Szenarien vorzubereiten, um im Ereignisfall bestmöglich reagieren zu können.
Überwachung:
Bis zum 08.04.2026 wird das Gebiet weiterhin durch die ZSO Emme kontrolliert. Danach ist vorgesehen, die Überwachung und Absperrung aufgrund der Gefahrenlage mit einer Folgeorganisation weiterzuführen.
Die Fachleute sowie ein Ausschuss des Führungsstabs stehen auch über die Ostertage in engem Austausch und können bei veränderten Bedingungen rasch reagieren.
Dem Gemeinderat ist bewusst, dass die angeordneten Massnahmen für die Direktbetroffenen sowie für die Anstösserinnen und Anstösser mit spürbaren Einschränkungen verbunden sind. Angesichts der aktuellen Lage sind jedoch weiterhin Geduld und grosse Vorsicht geboten.
Die Bevölkerung wird weiterhin gebeten, das betroffene Gebiet nicht aufzusuchen und die angeordneten Fahr- und Fusswegverbote konsequent zu beachten.
Update: 31. März 2026, 12:00 Uhr
Die Gemeinde Weggis informiert über die aktuelle Lage im Gebiet Tannenbergstrasse:
Der Gemeindeführungsstab trifft sich in regelmässigen Abständen zur Lagebeurteilung. Entscheidungsgrundlage bilden insbesondere die laufenden Einschätzungen des zuständigen Geologen, um ein klares Bild rund um die Abrissstellen mit allfälligem Steinschlag zu erhalten.
Aktuell zeigt sich die Lage den Umständen entsprechend stabil. Mit sogenannten Modellierungen werden mögliche Szenarien definiert, falls es unter den gegebenen Umständen zu Ereignissen kommen sollte. Dabei werden verschiedene Varianten analysiert, insbesondere Trocken- und Nassrutschungen sowie potenzielle Sturzprozesse.
Erste Auswertungen zeigen, dass die bestehende Gefahrenzone im betroffenen Gebiet derzeit nicht angepasst werden muss. Insbesondere bleibt die definierte rote Zone in ihrer Grössenordnung unverändert.
Das Einfamilienhaus, aus welchem eine Familie bereits Anfang letzter Woche evakuiert wurde, ist weiterhin nicht bewohnt. Für die betroffene Familie konnte innerhalb der Gemeinde Weggis eine geeignete Wohnung gefunden werden.
Die bereits umgesetzten Objektschutzmassnahmen für weitere Grundstücke bleiben bestehen.
Seit Anfang dieser Woche übernimmt die ZSO Emme die Überwachung der Strassensperrungen im 24-Stunden-Dreischichtbetrieb. Dabei werden nicht nur die Sperrungen kontrolliert, sondern es können mit dieser Massnahme auch allfällige Bewegungen im Gelände unmittelbar an die definierten Organisationen gemeldet werden, um allenfalls notwendige Massnahmen anzuordnen.
Die Bevölkerung wird weiterhin gebeten, das betroffene Gebiet nicht aufzusuchen und die angeordneten Fahr- und Fusswegverbote konsequent zu beachten.
Update: 27. März 2026, 17:00 Uhr
Der Gemeindeführungsstab hat die Situation heute erneut beurteilt. Aktuell sind keine Rutschprozesse oder Steinschläge zu verzeichnen – dies trotz der derzeit nassen Witterungsbedingungen. Die Lage bleibt jedoch dynamisch und wird laufend neu bewertet.
Das Ausmass der Gefahrenzone wird weiterhin durch den Geologen analysiert. Dabei stehen insbesondere mögliche Rutsch- sowie Sekundärsturzprozesse im Fokus. An den Abrisskanten wurden drei GPS-Messpunkte installiert, um Bewegungen präzise zu erfassen. Zusätzlich werden mehrere grosse Steinblöcke gezielt beobachtet, damit eine potenzielle Sturzgefahr frühzeitig erkannt werden kann.
Der Gefahrenperimeter wurde erneut aktualisiert, was dazu führte, dass die Objektschutzmassnahmen erweitert werden. Die bestehenden Sperrungen, insbesondere der Tannenbergstrasse und der Zingelistrasse, bleiben weiterhin bestehen. Ab kommender Woche wird die ZSO Emme für die umfassende Überwachung des Gebiets eingesetzt.
Auch die Beurteilung der Trinkwasserleitung ist Bestandteil des Sicherheitskonzepts, um bei Bedarf rechtzeitig Massnahmen einleiten zu können.
Die Gemeinde hat zudem die Erstellung eines aktualisierten Geländemodells auf Basis der Grundlagendaten aus dem Jahr 2024 in Auftrag gegeben.
Der Gemeindeführungsstab trifft sich in weiteren kurzen Abständen zur laufenden Lagebeurteilung.
Die Bevölkerung wird gebeten, die gesperrten Bereiche weiterhin nicht zu betreten.
Update: 26. März 2026, 18:00 Uhr
Die Gemeinde Weggis informiert über den aktuellen Stand der Hangbewegungen im Gebiet Tannenbergstrasse:
- Geologen haben nach Besprechungen und Kontrollgängen verschiedene Massnahmen empfohlen, die die Gemeinde inzwischen umgesetzt hat.
- Zur laufenden Überwachung wird ein messtechnisches Monitoring eingesetzt: Drei GPSMessstationen wurden installiert, um auch geringfügige Lageveränderungen zu erfassen. Ergänzend sind Drohnenbefliegungen mit LiDAR-Technologie geplant, diese können jedoch erst nach Abschmelzen des Neuschnees durchgeführt werden.
- Die bestehenden Sofortmassnahmen, insbesondere die Strassensperrungen auf der Tannenbergstrasse und Zingelistrasse, bleiben weiterhin bestehen.
- Aktuell sind keine Rutschprozesse oder Steinschlag zu verzeichnen, auch unter den derzeit nassen Witterungsbedingungen. Die Lage wird jedoch laufend neu bewertet.
Die Bevölkerung wird gebeten, die gesperrten Bereiche weiterhin nicht zu betreten.
Update: 25. März 2026, 18:00 Uhr
Geologen haben im Anschluss an die Besprechung vom Dienstag, 24. März 2026 mit Vertretungen des Kantons sowie aufgrund von Kontrollgängen vor Ort verschiedene Massnahmen empfohlen. Die Gemeinde hat in der Folge die entsprechenden Aufträge heute erteilt.
Zur weiteren Überwachung der Hangbewegung ist der Einsatz eines messtechnischen Monitorings vorgesehen. Geplant ist einerseits die Installation von GPS-Messpunkten innerhalb und ausserhalb der Rutschmasse zur kontinuierlichen Erfassung von Lageveränderungen. Andererseits sind Drohnenbefliegungen mit LiDAR-Technologie vorgesehen, um die Entwicklung der Rutschung flächig analysieren zu können.
Die bestehenden Sofortmassnahmen, insbesondere die Strassensperrungen, bleiben bis auf Weiteres bestehen. In den kommenden Tagen wird sich insbesondere im Zusammenhang mit den prognostizierten Niederschlägen zeigen, wie sich die Situation weiterentwickelt.
Die Lage wird weiterhin laufend überwacht. Die Gemeinde informiert, sobald neue Erkenntnisse vorliegen. Die Bevölkerung wird gebeten, das Gebiet weiterhin zu meiden und die signalisierten Sperrungen konsequent zu beachten.
Sollten sich die Rutschprozesse verlangsamen und in aktivere sowie ruhigere Phasen gliedern, wird eine kontrollierte Öffnung der Tannenbergstrasse und der Zingelistrasse geprüft. In diesem Fall ist der Einsatz einer Lichtsignalanlage vorgesehen, welche bei erhöhter Aktivität in der Rutschmasse automatisch auf Rot schaltet und so die Verkehrssicherheit gewährleisten soll. Ein Entscheid über den Einsatz einer solchen Lösung kann frühestens in der kommenden Woche und abhängig von der weiteren Entwicklung der Rutschphase getroffen werden.
Die Gemeinde Weggis bittet die Bevölkerung nach wie vor, das betroffene Gebiet weiterhin nicht zu betreten und die signalisierten Strassensperrungen zu beachten.
Update: 24. März 2026, 16.00 Uhr
Die Situation im Gebiet Windlochboden / Roseweid hat sich seit gestern Abend etwas beruhigt und teilweise stabilisiert. Die Lage wurde anlässlich einer Besprechung vom Dienstag, 24. März 2026, gemeinsam mit Vertretungen des Kantons sowie beigezogenen Fachpersonen eingehend beurteilt.
Aktuell wird die Installation eines elektronischen Messsystems geklärt, welches die Bewegungen im Gelände laufend überwachen soll. Eine Umsetzung ist vorgesehen, sofern sich die Situation auch nach den für das Wochenende prognostizierten Niederschlägen weiterhin ruhig zeigt.
Die am Montag ergriffenen Sofortmassnahmen bleiben bis auf Weiteres bestehen. Insbesondere die Sperrung der Tannenbergstrasse sowie eines Abschnitts der Zingelistrasse wird aufrechterhalten.
In den kommenden Tagen wird sich insbesondere im Zusammenhang mit der Wetterentwicklung zeigen, ob es zu weiteren Hangbewegungen kommt. Die Lage wird weiterhin engmaschig überwacht.
Die Gemeinde wird wieder informieren, sobald neue Erkenntnisse vorliegen. Bis dahin wird die Bevölkerung gebeten, das betroffene Gebiet weiterhin nicht zu betreten und die signalisierten Strassensperrungen zu beachten.
Stand: 24. März 2026, 11.00 Uhr
Am Montag, 23. März 2026 kam es im Gebiet Windlochboden / Roseweid zu erheblichen Hangbewegungen. In der Folge wurden vereinzelt umstürzende Bäume sowie sich lösende Steine festgestellt, was auf eine instabile Lage im betroffenen Gebiet hinweist.
Aus Sicherheitsgründen hat die Gemeinde umgehend Massnahmen ergriffen. So wurde die Tannenbergstrasse vorsorglich gesperrt. Ebenso musste ein Abschnitt der Zingelistrasse für den Verkehr geschlossen werden. Die Bewohnenden eines Einfamilienhauses an der Zingelistrasse wurden vorsorglich evakuiert. Auch wurden in der Nähe gehaltene Tiere in Sicherheit gebracht.
Zusätzlich wurden entlang eines besonders gefährdeten Teilabschnitts der Zingelistrasse temporäre Schutzelemente installiert, um das Risiko für Menschen und Infrastruktur zu reduzieren. Die direkt betroffenen Anwohnenden wurden entsprechend informiert.
Die Lage wird seither kontinuierlich durch die zuständigen Stellen der Gemeinde in enger Zusammenarbeit mit Fachpersonen beurteilt. Im Einsatz stehen unter anderem Geologen, kantonale Fachstellen sowie die Feuerwehr. Die Entwicklung der Hangbewegung werden laufend überwacht und bei Bedarf werden weitere Massnahmen rasch eingeleitet.
Der Gemeinderat bittet die Bevölkerung, das betroffene Gebiet bis auf Weiteres grossräumig zu meiden und die signalisierten Sperrungen unbedingt zu respektieren. Diese dienen dem Schutz aller Beteiligten.
Über die weitere Entwicklung informiert die Gemeinde über ihre offiziellen Kanäle.