Hangbewegungen im Gebiet Tannenbergstrasse - Update vom 15.05.2026, 12.00 Uhr und bis auf Weiteres
Update: 15. Mai 2026, 12.00 Uhr und bis auf Weiteres
Die Gemeinde prüft derzeit verschiedene Massnahmen, um die Sicherheit im Gebiet Zingeli nachhaltig zu verbessern und die bestehenden Einschränkungen schrittweise lockern zu können, jedoch nur unter den Umständen, dass die Witterungsverhältnisse dies auch zulassen. Bei grossen Niederschlagsmengen kann sich die Situation sehr schnell wieder verschärfen.
Ziel ist es, den heutigen Wach- und Beobachtungsposten an der Zingelistrasse/Rigistrasse künftig durch ein modernes technisches Überwachungs- und Alarmsystem zu ersetzen. Im Fokus stehen dabei die automatische Detektion von Steinschlag- und Rutschprozessen sowie eine rasche Alarmierung im Ereignisfall. Sogenannte Sentinel-Sensoren überwachen Steinschlagschutznetze in Echtzeit. Die Sensoren erkennen Erschütterungen, starke Einschläge sowie Veränderungen an den Stützen der Schutzbarrieren. Dadurch können Steinschläge innert weniger Sekunden automatisch gemeldet werden. Die Sensoren messen Bewegungen und Neigungen an den Bauteilen der Schutznetze. Zusätzlich sind Reissleinen vorgesehen, welche starke Treffer im Netz registrieren. Wird ein Ereignis erkannt, erfolgt die Alarmierung per Funk innerhalb von rund drei bis vier Sekunden. Die Meldung kann direkt an eine Alarm- oder Lichtsignalanlage sowie per SMS oder E-Mail weitergeleitet werden. Ein solches Warnsystem gilt als wichtige Voraussetzung, damit die bestehenden Sicherheitsmassnahmen überprüft und allenfalls angepasst werden können. Der Fokus der Gemeinde Weggis zielt nach wie vor darauf ab, die gesetzliche Sorgfaltspflicht einzuhalten und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.
Als kurzfristige Massnahme wird deshalb eine solche umfassende Überwachungslösung mit Notfallplanung erarbeitet. Ziel ist es, gemeinsam mit allen beteiligten Fachstellen einen Sicherheitszustand zu erreichen, bei dem das verbleibende Risiko als tragbar beurteilt werden kann. Bestandteil dieser Arbeiten sind sowohl technische Überwachungssysteme als auch zusätzliche bauliche Massnahmen, um die Zutritte ins Gefahrengebiet klar zu regeln.
Davon betroffen sind in erster Linie Anwohnende, Landwirtschaftsbetriebe, Entsorgungsdienste sowie weitere berechtigte Dritte wie beispielsweise Handwerker. Die Verantwortlichen des Gemeindeführungsstabs weisen darauf hin, dass u.a. Rollmulden nicht sämtliche möglichen Ereignisse aufhalten können. Insbesondere grössere Blockstürze bleiben trotz dieser Schutzmassnahmen ein Risiko.
Die Gemeinde Weggis verfolgt das Ziel, die Zingelistrasse wieder verhältnismässig und phasenweise öffnen zu können, beispielsweise mittels Betrieb einer Lichtsignalanlage. Für die technische Überwachung ist, wie vorstehend erwähnt, aus diesem Grunde oberhalb der Tannenbergstrasse ein rund 200 Meter langer Steinschlagschutzzaun vorgesehen. Dieser dient gleichzeitig als Tragkonstruktion für die Gefahrendetektion der Rutschung. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund CHF 130’000.
Das geplante Überwachungssystem umfasst im Weiteren unter anderem 21 Sentinel-Sensoren zur Erkennung von Steinschlägen, eine Basisstation, eine schwenkbare Kamera mit Beleuchtung, zwei Wetterstationen, eine Lichtsignalanlage sowie zusätzliche Alarmgeber mit Blinklicht und Horn. Die Gesamtkosten für dieses System belaufen sich auf über CHF 300'000.
Ein weiterer wichtiger Schritt, der bereits Anfang Mai kommuniziert wurde, betrifft den Wald innerhalb der Rutschfläche. Die instabilen Bäume wurden möglichst rasch entfernt, damit die Gefahrenstelle besser einsehbar und beurteilbar wird. Der darunterliegende Schutzwald an der stabileren Hangflanke bleibt bestehen. Insgesamt ist eine Rodung von rund einer Hektare vorgesehen. Gemeinsam mit den kantonalen Fachstellen und der Schutzwaldpflegegenossenschaft finden dazu laufend Begehungen und Abklärungen statt.
Die Gemeinde Weggis, die Feuerwehr der Seegemeinden und die beigezogenen Fachleute unternehmen alles, um die Sicherheit im Gefahrenperimeter zu gewährleisten. Die Natur lässt sich jedoch nicht abschliessend kontrollieren, erst recht nicht beeinflussen. Aufgrund dieser Tatsache bleiben die bestehenden Sperrungen weiterhin bestehen und sind zwingend einzuhalten. Die Bevölkerung wird nach wie vor gebeten, das Gebiet nicht zu betreten und die angeordneten Massnahmen konsequent zu befolgen.
Der Gemeindeführungsstab dankt für das Verständnis und wird bei Veränderungen der Situation wieder aktiv kommunizieren. Fragen können auch unter info.naturgefahren@weggis.ch oder Tel. 041 392 15 15 gestellt werden.
Update: 04. Mai 2026, 15.00 Uhr
Holzschlag im Bereich der Rutschfläche / Helikopterflüge
Die Lage im Gebiet Tannenbergstrasse zeigt sich aktuell den Umständen entsprechend und aufgrund der Witterung über das Wochenende, recht stabil.
Zur weiteren Verbesserung der Überwachung und Beurteilung des Rutschgebiets wird in den kommenden Tagen ein gezielter Holzschlag im Bereich der eigentlichen Rutschfläche durchgeführt. Die dort stehenden, teilweise instabilen Bäume erschweren derzeit die Sicht auf das Gelände und können zusätzliche Risiken darstellen. Durch die Freilegung der Fläche wird eine bessere Einsehbarkeit erreicht, was eine gezieltere Kontrolle ermöglicht.
Der unterhalb liegende Schutzwald bleibt bestehen und erfüllt weiterhin seine wichtige Schutzfunktion für die darunterliegenden Gebiete und Infrastrukturen. Der Holzschlag beschränkt sich somit auf den direkt betroffenen Bereich.
Die Arbeiten erfolgen unter fachlicher Begleitung der zuständigen kantonalen Stellen sowie der Forstfachpersonen und werden gemeinsam mit der Schutzwaldpflegegenossenschaft umgesetzt. Der Holzabtransport erfolgt etappenweise mittels Helikopter. Die Dauer der Holzarbeiten im Rutschgebiet beträgt voraussichtlich rund zwei Wochen.
Zusätzlich wird bereits geschlagenes und aktuell ungenügend gesichertes Holz im angrenzenden Bereich entfernt. Diese Massnahme ist insbesondere im Hinblick auf mögliche Sommergewitter wichtig, um zusätzliche Gefahren zu vermeiden.
Die bestehenden Sperrungen bleiben weiterhin bestehen und sind zwingend einzuhalten. Die Bevölkerung wird gebeten, das Gebiet nicht zu betreten und die angeordneten Massnahmen konsequent zu respektieren.
Die Gemeinde Weggis informiert weiterhin über die Entwicklung der Situation.
Update: 01. Mai 2026, 12.00 Uhr
Die aktuelle Auswertung der GPS-Messdaten zeigt, dass sich die Rutschaktivität im untersuchten Gebiet in den letzten 15 Tagen beruhigt hat. Vertikale Geländeverschiebungen sind gering und unregelmässig verteilt, während die Bewegung der Rutschmasse derzeit hauptsächlich parallel zur Geländeoberfläche erfolgt.
Auch die horizontalen Bewegungsraten sind insgesamt niedrig. Signifikante Bewegungen treten punktuell im zentralen Stirnbereich der Rutschmasse auf, stimmen jedoch mit den gemessenen GPS-Daten überein und bleiben im Bereich weniger Millimeter bis Zentimeter pro Tag. Andere Hangbereiche – insbesondere seeseitig des Windlochbodens – zeigen keine auffälligen Bewegungen. Kleinräumige Bewegungen hangaufwärts stehen nicht im Zusammenhang mit der aktuellen Rutschung.
Aufgrund der stabilen und trockenen Witterung sind grössere Rutschprozesse derzeit wenig wahrscheinlich. Allerdings besteht weiterhin die Gefahr von spontanen Steinschlägen aus dem steilen Stirnbereich der Rutschung. Der bestehende Gefahrenperimeter bleibt unverändert.
Die Gemeinde Weggis und die Fachleute verfolgen im Umgang mit der aktuellen Situation abgestufte Zielsetzungen:
Kurzfristig
Im Vordergrund steht die Gewährleistung eines angemessenen Sicherheitsniveaus für die betroffene Bevölkerung. Dazu werden die Überwachung des Gebiets weiter verstärkt und geeignete Alarmierungs- und Notfallkonzepte entwickelt. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und die bestehenden Massnahmen – wo verantwortbar – schrittweise zu überprüfen.
Konkrete Massnahme: Aufbau bzw. Weiterentwicklung eines technischen Überwachungs- und Alarmsystems zur frühzeitigen Erkennung von Rutsch- und Steinschlagprozessen, um allenfalls Strassen-Teilsperrungen aufheben zu können.
Mittelfristig
Im Fokus stehen nachhaltige Lösungen für die Erschliessung sowie für zentrale Infrastrukturen, insbesondere die Wasserversorgung.
Konkrete Massnahme: Prüfung einer langfristig sicheren Erschliessung.
Langfristig
Langfristig werden umfassende Schutzmassnahmen geprüft, um das Gebiet bestmöglich vor Naturgefahren zu sichern. Dazu gehört insbesondere die Weiterentwicklung von Schutzräumen sowie die Prüfung von Massnahmen direkt im betroffenen Gelände.
Konkrete Massnahme: Ausgestaltung eines geeigneten Auffangraums für mögliche Naturgefahrenprozesse zur Reduktion des Risikos für Siedlungsgebiet und Infrastruktur.
Die Bevölkerung wird weiterhin gebeten, das betroffene Gebiet nicht aufzusuchen und die angeordneten Fahr- und Fusswegverbote konsequent zu beachten.
Update: 21. April 2026, 12:00 Uhr
Lage derzeit stabil – Situation wird weiterhin eng überwacht
Aufgrund der aktuellen Witterungsbedingungen hat sich die Lage vorübergehend beruhigt. Der Rutschprozess hat sich deutlich verlangsamt.
Der Gemeindeführungsstab beobachtet die Situation jedoch weiterhin aufmerksam und steht in regelmässigem Austausch mit Fachspezialisten. Sollte sich die Lage – insbesondere infolge veränderter Witterungsverhältnisse – verschärfen, werden umgehend entsprechende Sofortmassnahmen eingeleitet.
Die Bevölkerung wird weiterhin dringend gebeten, das betroffene Gebiet nicht zu betreten und die bestehenden Fahr- und Fusswegverbote strikt einzuhalten.
Medienmitteilung vom 17. April 2026
Naturgefahrenereignis Rutschung Windlochboden
Update: 10. April 2026, 12:00 Uhr
Aufgrund der aktuellen Witterung hat sich die Situation weiter beruhigt. Der Gemeindeführungsstab verfolgt die Lage jedoch in enger Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, der Zivilschutzorganisation Emme und dem zuständigen Geologen weiterhin in sehr regelmässigen Abständen. Besonders bei Änderungen der Witterung wird die Situation neu beurteilt.
Die Bevölkerung wird weiterhin gebeten, das betroffene Gebiet nicht aufzusuchen und die angeordneten Fahr- und Fusswegverbote konsequent zu beachten.
Update: 08. April 2026, 17:00 Uhr
Die aktuelle Lage im betroffenen Gebiet präsentiert sich weiterhin relativ stabil. Nach den jüngsten Beurteilungen durch die Geologen konnten bis zum nächsthöheren Nagelfluh-Felsband keine neuen Anrisse oder abgerutschten Flächen festgestellt werden. Auch bestehen derzeit keine zusätzlichen Hinweise auf verstärkte Rutschaktivitäten oder Hangverformungen.
Begünstigt durch die ruhigere Wetterlage der vergangenen Tage zeigen sich die bekannten Anzeichen – wie vereinzelte schräggestellte Bäume oder lokale Ablagerungen – unverändert. Auffällige neue Entwicklungen, insbesondere aussergewöhnliche Wasseraustritte oder frische Steinschlagaktivitäten, wurden nicht beobachtet.
Die installierten GPS-Messstationen weisen über die Osterfeiertage hinweg nahezu keine Bewegungen mehr auf. Auch die einsetzende Schneeschmelze auf der Rigi zeigt aktuell noch keinen messbaren Einfluss auf die Rutschmasse.
Mittels Computer-Modellierungen wurden verschiedene Szenarien – darunter Trocken- und Nassrutschungen sowie mögliche Sturzprozesse – analysiert. Die definierte rote Gefahrenzone bleibt in ihrer Ausdehnung unverändert.
Im Bereich der Zingelistrasse wurde der Gefahrenperimeter für Sturzprozesse vorsorglich erweitert. Anlass dafür war ein einzelner Sturzstein, der oberhalb der Strasse durch einen Obstbaum gestoppt wurde. In der Folge wurden Stahlpalisaden installiert, um die betroffenen Bereiche zusätzlich zu sichern.
Aufgrund dieser neuen Erkenntnisse wurde die Evakuationsplanung punktuell erweitert. Einzelne Liegenschaften im Gebiet Zingeli wurden neu in die Vorsorgemassnahmen einbezogen. Die betroffenen Bewohnenden sind entsprechend informiert worden.
Nach wie vor wird die Bevölkerung gebeten, das betroffene Gebiet nicht aufzusuchen und die angeordneten Fahr- und Fusswegverbote konsequent zu beachten.
Update: 02. April 2026, 17:00 Uhr
Der Gemeindeführungsstab hat die aktuelle Lage am Donnerstagvormittag, 02. April 2026 erneut eingehend analysiert.
Befunde
Nach rein visuellen Kriterien konnten im untersuchten Gebiet bis zum nächsthöheren Nagelfluh-Felsband keine weiteren Anrisse oder abgerutschte Flächen festgestellt werden. Auch gibt es aktuell keine weiteren als bis heute bekannten indikative Hinweise auf verstärkte Rutschaktivitäten oder Hangverformungen wie schräggestellte oder umgefallene Bäume, versteilte Hangpartien, abgelagerter frischer Sekundärstein- und Blockschlag oder aussergewöhnliche Wasseraustritte im Fussbereich der Nagelfluhfelswände. Dennoch gilt es zu beachten, dass das Gefahrengebiet nach wie vor «in Bewegung» ist.
Monitoring und weitere Massnahmen:
Zur Kontrolle einer möglichen seitlichen sowie hangaufwärts gerichteten Ausdehnung des Rutschgebietes sind folgende Massnahmen vorgesehen:
- Auswertung von LiDAR-Bildserien (mit beschränkter Anzahl Folgeflüge mit Drohnen)
- Weitere Begehungen mit visueller Beurteilung
- Kontrolle und permanente Aktualisierung der bestehenden GPS-Daten.
Über die Ostertage wird mit einer Wetterberuhigung gerechnet. Aufgrund dieser Entwicklung sieht der Gemeindeführungsstab aktuell davon ab, weitere verschärfte Massnahmen anzuordnen. Die Fachleute sind jedoch zusammen mit dem Führungsstab an der Arbeit, sich auf verschiedene Szenarien vorzubereiten, um im Ereignisfall bestmöglich reagieren zu können.
Überwachung:
Bis zum 08.04.2026 wird das Gebiet weiterhin durch die ZSO Emme kontrolliert. Danach ist vorgesehen, die Überwachung und Absperrung aufgrund der Gefahrenlage mit einer Folgeorganisation weiterzuführen.
Die Fachleute sowie ein Ausschuss des Führungsstabs stehen auch über die Ostertage in engem Austausch und können bei veränderten Bedingungen rasch reagieren.
Dem Gemeinderat ist bewusst, dass die angeordneten Massnahmen für die Direktbetroffenen sowie für die Anstösserinnen und Anstösser mit spürbaren Einschränkungen verbunden sind. Angesichts der aktuellen Lage sind jedoch weiterhin Geduld und grosse Vorsicht geboten.
Die Bevölkerung wird weiterhin gebeten, das betroffene Gebiet nicht aufzusuchen und die angeordneten Fahr- und Fusswegverbote konsequent zu beachten.
Update: 31. März 2026, 12:00 Uhr
Die Gemeinde Weggis informiert über die aktuelle Lage im Gebiet Tannenbergstrasse:
Der Gemeindeführungsstab trifft sich in regelmässigen Abständen zur Lagebeurteilung. Entscheidungsgrundlage bilden insbesondere die laufenden Einschätzungen des zuständigen Geologen, um ein klares Bild rund um die Abrissstellen mit allfälligem Steinschlag zu erhalten.
Aktuell zeigt sich die Lage den Umständen entsprechend stabil. Mit sogenannten Modellierungen werden mögliche Szenarien definiert, falls es unter den gegebenen Umständen zu Ereignissen kommen sollte. Dabei werden verschiedene Varianten analysiert, insbesondere Trocken- und Nassrutschungen sowie potenzielle Sturzprozesse.
Erste Auswertungen zeigen, dass die bestehende Gefahrenzone im betroffenen Gebiet derzeit nicht angepasst werden muss. Insbesondere bleibt die definierte rote Zone in ihrer Grössenordnung unverändert.
Das Einfamilienhaus, aus welchem eine Familie bereits Anfang letzter Woche evakuiert wurde, ist weiterhin nicht bewohnt. Für die betroffene Familie konnte innerhalb der Gemeinde Weggis eine geeignete Wohnung gefunden werden.
Die bereits umgesetzten Objektschutzmassnahmen für weitere Grundstücke bleiben bestehen.
Seit Anfang dieser Woche übernimmt die ZSO Emme die Überwachung der Strassensperrungen im 24-Stunden-Dreischichtbetrieb. Dabei werden nicht nur die Sperrungen kontrolliert, sondern es können mit dieser Massnahme auch allfällige Bewegungen im Gelände unmittelbar an die definierten Organisationen gemeldet werden, um allenfalls notwendige Massnahmen anzuordnen.
Die Bevölkerung wird weiterhin gebeten, das betroffene Gebiet nicht aufzusuchen und die angeordneten Fahr- und Fusswegverbote konsequent zu beachten.
Update: 27. März 2026, 17:00 Uhr
Der Gemeindeführungsstab hat die Situation heute erneut beurteilt. Aktuell sind keine Rutschprozesse oder Steinschläge zu verzeichnen – dies trotz der derzeit nassen Witterungsbedingungen. Die Lage bleibt jedoch dynamisch und wird laufend neu bewertet.
Das Ausmass der Gefahrenzone wird weiterhin durch den Geologen analysiert. Dabei stehen insbesondere mögliche Rutsch- sowie Sekundärsturzprozesse im Fokus. An den Abrisskanten wurden drei GPS-Messpunkte installiert, um Bewegungen präzise zu erfassen. Zusätzlich werden mehrere grosse Steinblöcke gezielt beobachtet, damit eine potenzielle Sturzgefahr frühzeitig erkannt werden kann.
Der Gefahrenperimeter wurde erneut aktualisiert, was dazu führte, dass die Objektschutzmassnahmen erweitert werden. Die bestehenden Sperrungen, insbesondere der Tannenbergstrasse und der Zingelistrasse, bleiben weiterhin bestehen. Ab kommender Woche wird die ZSO Emme für die umfassende Überwachung des Gebiets eingesetzt.
Auch die Beurteilung der Trinkwasserleitung ist Bestandteil des Sicherheitskonzepts, um bei Bedarf rechtzeitig Massnahmen einleiten zu können.
Die Gemeinde hat zudem die Erstellung eines aktualisierten Geländemodells auf Basis der Grundlagendaten aus dem Jahr 2024 in Auftrag gegeben.
Der Gemeindeführungsstab trifft sich in weiteren kurzen Abständen zur laufenden Lagebeurteilung.
Die Bevölkerung wird gebeten, die gesperrten Bereiche weiterhin nicht zu betreten.
Update: 26. März 2026, 18:00 Uhr
Die Gemeinde Weggis informiert über den aktuellen Stand der Hangbewegungen im Gebiet Tannenbergstrasse:
- Geologen haben nach Besprechungen und Kontrollgängen verschiedene Massnahmen empfohlen, die die Gemeinde inzwischen umgesetzt hat.
- Zur laufenden Überwachung wird ein messtechnisches Monitoring eingesetzt: Drei GPSMessstationen wurden installiert, um auch geringfügige Lageveränderungen zu erfassen. Ergänzend sind Drohnenbefliegungen mit LiDAR-Technologie geplant, diese können jedoch erst nach Abschmelzen des Neuschnees durchgeführt werden.
- Die bestehenden Sofortmassnahmen, insbesondere die Strassensperrungen auf der Tannenbergstrasse und Zingelistrasse, bleiben weiterhin bestehen.
- Aktuell sind keine Rutschprozesse oder Steinschlag zu verzeichnen, auch unter den derzeit nassen Witterungsbedingungen. Die Lage wird jedoch laufend neu bewertet.
Die Bevölkerung wird gebeten, die gesperrten Bereiche weiterhin nicht zu betreten.
Update: 25. März 2026, 18:00 Uhr
Geologen haben im Anschluss an die Besprechung vom Dienstag, 24. März 2026 mit Vertretungen des Kantons sowie aufgrund von Kontrollgängen vor Ort verschiedene Massnahmen empfohlen. Die Gemeinde hat in der Folge die entsprechenden Aufträge heute erteilt.
Zur weiteren Überwachung der Hangbewegung ist der Einsatz eines messtechnischen Monitorings vorgesehen. Geplant ist einerseits die Installation von GPS-Messpunkten innerhalb und ausserhalb der Rutschmasse zur kontinuierlichen Erfassung von Lageveränderungen. Andererseits sind Drohnenbefliegungen mit LiDAR-Technologie vorgesehen, um die Entwicklung der Rutschung flächig analysieren zu können.
Die bestehenden Sofortmassnahmen, insbesondere die Strassensperrungen, bleiben bis auf Weiteres bestehen. In den kommenden Tagen wird sich insbesondere im Zusammenhang mit den prognostizierten Niederschlägen zeigen, wie sich die Situation weiterentwickelt.
Die Lage wird weiterhin laufend überwacht. Die Gemeinde informiert, sobald neue Erkenntnisse vorliegen. Die Bevölkerung wird gebeten, das Gebiet weiterhin zu meiden und die signalisierten Sperrungen konsequent zu beachten.
Sollten sich die Rutschprozesse verlangsamen und in aktivere sowie ruhigere Phasen gliedern, wird eine kontrollierte Öffnung der Tannenbergstrasse und der Zingelistrasse geprüft. In diesem Fall ist der Einsatz einer Lichtsignalanlage vorgesehen, welche bei erhöhter Aktivität in der Rutschmasse automatisch auf Rot schaltet und so die Verkehrssicherheit gewährleisten soll. Ein Entscheid über den Einsatz einer solchen Lösung kann frühestens in der kommenden Woche und abhängig von der weiteren Entwicklung der Rutschphase getroffen werden.
Die Gemeinde Weggis bittet die Bevölkerung nach wie vor, das betroffene Gebiet weiterhin nicht zu betreten und die signalisierten Strassensperrungen zu beachten.
Update: 24. März 2026, 16.00 Uhr
Die Situation im Gebiet Windlochboden / Roseweid hat sich seit gestern Abend etwas beruhigt und teilweise stabilisiert. Die Lage wurde anlässlich einer Besprechung vom Dienstag, 24. März 2026, gemeinsam mit Vertretungen des Kantons sowie beigezogenen Fachpersonen eingehend beurteilt.
Aktuell wird die Installation eines elektronischen Messsystems geklärt, welches die Bewegungen im Gelände laufend überwachen soll. Eine Umsetzung ist vorgesehen, sofern sich die Situation auch nach den für das Wochenende prognostizierten Niederschlägen weiterhin ruhig zeigt.
Die am Montag ergriffenen Sofortmassnahmen bleiben bis auf Weiteres bestehen. Insbesondere die Sperrung der Tannenbergstrasse sowie eines Abschnitts der Zingelistrasse wird aufrechterhalten.
In den kommenden Tagen wird sich insbesondere im Zusammenhang mit der Wetterentwicklung zeigen, ob es zu weiteren Hangbewegungen kommt. Die Lage wird weiterhin engmaschig überwacht.
Die Gemeinde wird wieder informieren, sobald neue Erkenntnisse vorliegen. Bis dahin wird die Bevölkerung gebeten, das betroffene Gebiet weiterhin nicht zu betreten und die signalisierten Strassensperrungen zu beachten.
Stand: 24. März 2026, 11.00 Uhr
Am Montag, 23. März 2026 kam es im Gebiet Windlochboden / Roseweid zu erheblichen Hangbewegungen. In der Folge wurden vereinzelt umstürzende Bäume sowie sich lösende Steine festgestellt, was auf eine instabile Lage im betroffenen Gebiet hinweist.
Aus Sicherheitsgründen hat die Gemeinde umgehend Massnahmen ergriffen. So wurde die Tannenbergstrasse vorsorglich gesperrt. Ebenso musste ein Abschnitt der Zingelistrasse für den Verkehr geschlossen werden. Die Bewohnenden eines Einfamilienhauses an der Zingelistrasse wurden vorsorglich evakuiert. Auch wurden in der Nähe gehaltene Tiere in Sicherheit gebracht.
Zusätzlich wurden entlang eines besonders gefährdeten Teilabschnitts der Zingelistrasse temporäre Schutzelemente installiert, um das Risiko für Menschen und Infrastruktur zu reduzieren. Die direkt betroffenen Anwohnenden wurden entsprechend informiert.
Die Lage wird seither kontinuierlich durch die zuständigen Stellen der Gemeinde in enger Zusammenarbeit mit Fachpersonen beurteilt. Im Einsatz stehen unter anderem Geologen, kantonale Fachstellen sowie die Feuerwehr. Die Entwicklung der Hangbewegung werden laufend überwacht und bei Bedarf werden weitere Massnahmen rasch eingeleitet.
Der Gemeinderat bittet die Bevölkerung, das betroffene Gebiet bis auf Weiteres grossräumig zu meiden und die signalisierten Sperrungen unbedingt zu respektieren. Diese dienen dem Schutz aller Beteiligten.
Über die weitere Entwicklung informiert die Gemeinde über ihre offiziellen Kanäle.